Das Gewerbegebiet Marsdorf hat eine Größe von etwa 160 Hektar und liegt in der westlichen Peripherie von Köln und wird unterhalb des Autobahnkreuzes Köln West im Westen von der BAB 1 und im Osten von der BAB 4 gerahmt. Dort sind rund 130 Betriebe – vom großflächigen Einzelhandel über Industriebetriebe bis zu Handwerksbetrieben – rund 4.000 Beschäftigten ansässig.

Die IHK zu Köln führte im Rahmen des Projektes „Bessere ÖPNV-Anbindung im Gewerbegebiet Marsdorf“ eine repräsentative Befragung von Beschäftigten in den Monaten September bis Oktober 2019 durch, um zu überprüfen, mit welchen Verkehrsmitteln die Beschäftigten nach Marsdorf kommen und was getan werden kann, um die Beschäftigten zu einer verstärkten Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu motivieren. Daran anknüpfend führte Prof. Herbert Schubert von SRM in Zusammenarbeit mit Prof. Jochen Siegemund vom Cologne Institute of Architectural Design (CIAD) der Fakultät für Architektur der TH Köln im Dezember 2019 eine vertiefende Untersuchung durch, inwieweit die ÖPNV-Anbindung der Arbeitsorte mit Gestaltungsfragen der städtebaulichen Kriminalprävention verknüpft werden muss, um „Angsträume“, die im Gewerbegebiet Marsdorf ein Unsicherheitsgefühl erzeugen, zu beseitigen.

Die Ergebnisse der Analyse des öffentlichen Raumes im Gewerbegebiet unter Kriterien der kriminalpräventiven Stadtgestaltung und die Ableitung von Handlungsempfehlungen sowie exemplarischen Lösungsmöglichkeiten werden am 31. März 2020 vorgestellt.